Mietenexplosion in Rosenheim – DIE LINKE fordert Kurswechsel zum Schutz der Mieter

 

Sebastian Misselhorn

Sebastian Misselhorn

Wie die Analyse von immowelt.de zeigt, sind die Mieten in den letzten zehn Jahren in Rosenheim massiv angestiegen. Wer 2008 eine Wohnung suchte, musste im Schnitt 6,90 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen. Im Jahr 2017 hatten Mieter im Schnitt 9,10 Euro pro Quadratmeter aufzubringen.

Dazu erklärt  Sebastian Misselhorn, Kreissprecher der LINKEN. Rosenheim: “Die Mieten sind in den vergangenen zehn Jahren um 32 Prozent gestiegen. Wir brauchen jetzt dringend einen Neustart des sozialen Wohnungsbaus und eine echte Mietpreisbremse.”

In ganz Bayern ist die Situation für die Mieter mehr als angespannt, da überall die Mietsteigerungen über der Lohn- und Rentenentwicklung liegt. Deshalb steht derzeit der bayerische Ministerpräsident Söder massiv unter Druck. Söder hatte in seiner Funktion als Finanzminister 32.000 GBW-Wohnungen an einen Hedgefonds verkauft. Die Mieter sind seither deutlichen Mieterhöhungen ausgesetzt. Der Landessprecher der bayerischen LINKEN, Ates Gürpinar, kritisiert deshalb den Bayernplan der CSU: “Markus Söder möchte nur 4.000 geförderte Wohnungen bis 2020 bauen. tatsächlich gibt es einen jährlichen Bedarf von mindestens 40.000 zusätzlichen Sozialwohnungen.”

Gürpinar macht auf die bayrische Verfassung aufmerksam. In Artikel 106 heißt es: “Die Förderung des Baues billiger Volkswohnungen ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden.” Der Landessprecher der LINKEN fordert entsprechend ein Landesprogramm für 40.000 neue Sozialwohnungen.

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