Quote für den Sozialen Wohnungsbau vom Stadtrat leider abgelehnt – Linke Liste kämpft weiter für faire Mieten in Wasserburg!

 
Sophia Jokisch

Sophia Jokisch

In der letzten Stadtratssitzung am 17. März 2016 wurde der Antrag der Linken Liste für mehr Sozialen Wohnungsbau leider einstimmig abgelehnt. Leider konnte unsere Stadträtin Sophia Jokisch bei der Antragsbehandlung
nicht anwesend sein, weil sie ihr Kind bekam, zu dem wir an dieser Stelle noch mal herzlich gratulieren wollen. Der Antrag beinhaltete eine Quote von 50 Prozent für Sozialwohnungen bei neu zu errichtenden Mehrfamilienhäusern. Dies hätte eine Garantie für mehr preisgünstigen Wohnraum in der Stadt bedeutet. Eine solche Quote wurde auch schon in
anderen Städten erfolgreich eingeführt. Wir haben als Beispiel Freiburg herangezogen.

Auf Freiburg wurde sich dann im Stadtrat berufen und gesagt, aber in Wasserburg geht sowas nicht. Das ist für die Linke Liste kein Argument, sondern eine einfache Ausrede. Adaptionen von Anträgen sind in der Politik ja nicht unüblich und was in anderen Städten funktioniert kann ja auch in Wasserburg klappen. Unberücksichtigt blieb in der Debatte vermutlich außerdem, dass der Antrag der Linken Liste weiter vorsah, dass die Quotierung von 50 Prozent unter Begründung per Stadtratsbeschluss aufhebbar gewesen wäre. Anerkennenswert ist der Antrag der Grünen endlich wieder Geld in den Haushalt für den Sozialen Wohnungsbau einzustellen.

Statt auf mehr Sozialen Wohnungsbau setzt die Stadt aber auf das Einheimischischenmodell zum Erwerb billigen Baugrunds. Von Eigentumshäusern können viele Wasserburgerinnen und Wasserburger aber nur träumen, egal ob junge Familien, Rentnerinnen und Rentner, StudentInnen, Normalverdienende oder Arbeitssuchende. Selbst die Bayerische Staatsregierung hat die immer größer werdende Wohnungsnot erkannt und hat einen allerdings noch völlig unzureichenden Wohnraumförderpakt beschlossen. Da sollten die Kommunen jetzt nachziehen und auch die privaten Bauherren mitverpflichten.

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