(Auf dem Foto von links nach rechts: Bruno Basche, Sophia Jokisch, Johannes Eidelsburger, Elisabeth Beck, Jenny Junker, Kolbermoor Bürgermeisterkandidatin Johanna Bössl, Anita Arz, MdB Aaron Valent und Bürgermeisterkandidat Milan Matijević)
Gestern bei „Herz statt Helm“ hatten wir eine starke, ehrliche Gesprächsrunde zur Wehrpflicht und Aufrüstung. Danke an Aaron Valent und an die Genoss*innen aus dem Landkreis Rosenheim für Support und an alle Gäste fürs Kommen, Mitreden und Nachhaken. 🙏
Was wir als Ergebnisse mitnehmen:
Kommunen sind nicht machtlos. Auch wenn die großen Entscheidungen im Bund fallen, können wir vor Ort Haltung zeigen, Regeln setzen und Bildungsarbeit stärken.
Wehrdienst trifft nicht „alle gleich“. Besonders Minderjährige und junge Erwachsene zahlen den Preis: Druck, Unterbrechung von Ausbildung und Lebensplänen, körperliche und psychische Belastungen und das Risiko, dass aus „Dienst“ schnell Ernst wird.
Krieg folgt Interessen. Nicht „die Menschen“ wollen Krieg, sondern Machtpolitik und wirtschaftliche Interessen – Aufrüstung schafft Profite für wenige, während viele die Folgen tragen.
Gegen wen kämpfen wir? Am Ende kämpfen Menschen gegeneinander, die keine Feinde sein müssten – während die tatsächlichen Entscheidungsträger mit ihren Interessen im Hintergrund bleiben.
Was wir in Wasserburg am Inn konkret anstoßen wollen:
✅ Keine Bundeswehr-Werbung auf städtischem Gebiet (z. B. an städtischen Flächen/Anlagen und im Umfeld städtischer Einrichtungen).
✅ Keine Nachwuchswerbung an Schulen: Minderjährige dürfen nicht für die Kriegsmaschinerie angeworben werden – wir setzen uns dafür ein, dass Schulen ein werbefreier Raum bleiben.
✅ Aufklärung statt Rekrutierung: An Schulen und in der Jugendarbeit braucht es Bildung über die gesellschaftlichen und persönlichen Folgen von Krieg und Militarisierung – mit Blick auf die Weltkriege, die Eskalationsgefahren im Kalten Krieg und aktuelle/letzte Konflikte wie Jugoslawien, Afghanistan und die Ukraine.
✅ Friedenspolitische Positionierung der Stadt: Resolutionen, öffentliche Veranstaltungen, Kooperation mit Initiativen – damit Gegenstimmen hörbar bleiben.
Nah. Sozial. Wasserburg.
Für eine Stadt, die zu euch hält! 🕊️❤️



